Der Beschluss zur Leistungsbewertung wird außer Kraft gesetzt und ist z.Zt. ein Arbeitspapier.

Stand Oktober 2017

Leistungsbewertung / Hausaufgaben

Grundsätze der Leistungsbewertung und der Hausaufgaben

       Grundsätze der Leistungsbewertung

1.    Rechtliche Grundlagen

· Brandenburgisches Schulgesetz vom 02.08.2002 (letzte
  Änderung 14.04.08 §57 Grundsätze der
  Leistungsbewertung§58 Zeugnisse
· Grundschulverordnung vom 02.08.2007 §5 und §6 Fördern
  und Fördermaßnahmen sowie Teilleistungsstörungen VV
  Leistungsbewertung vom 19.07.1997
· Sonderpädagogikverordnung vom 02.08.2007
· VV über die Förderung von Schülern mit besonderen
  Schwierigkeiten beim Lesen und Rechnen vom 08.12.2006
· Rahmenlehrpläne der einzelnen Fächer

 2.     Allgemeine Grundsätze der Leistungsbewertung

  Die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und
  Fertigkeiten sind Gegenstand für Leistungsbewertungen. 
  Grundlage dafür sind alle vom Schüler im Zusammenhang
  mit dem Unterricht erbrachten Leistungen,   
  insbesondere schriftliche Arbeiten, mündliche Beiträge und
  praktische Leistungen.

  Leistungsbewertung berücksichtigt auch den individuellen
  Lernprozess des Kindes, die Anstrengungs-
  bereitschaft, Selbständigkeit und erzielte Lernfortschritte.
  Die in den Rahmenlehrplänen formulierten Standards
  beschreiben die Kompetenzen, die in den
  jeweiligen Jahrgangsstufen zu erreichen sind.

  Die Ergebnisse von Lernkontrollen dienen auch der
  Förderung und der Verbesserung des Unterrichts.
  Lernkontrollen machen Lernfortschritte und Lerndefizite
  erkennbar.

  Eine hohe Qualität der Lern- und Lehrergebnisse basiert im
  Wesentlichen auf den Grundlagen von
  einem abgestimmten schuleigenen Curriculum, den
  transparenten Leistungsanforderungen sowie einer
  didaktisch, methodisch und pädagogisch durchdachte
  Unterrichtsgestaltung.

  Eine Dokumentation der Leistungsbewertung erfolgt in
  Form von Halbjahres- und Jahreszeugnissen.  Die
  individuelle Lernentwicklung der Schüler wird fortlaufend
  im Notenbuch und gegebenenfalls im pädagogischen
  Tagebuch schriftlich festgehalten. Die Zeugnisse
  beschreiben den Lernstand in den einzelnen  Lernbereichen
  sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten.
  Fachkonferenzen legen die Kriterien für die Bewertung
  mündlicher und schriftlicher Leistungen fest.

 3.     Leistungsermittlung und Leistungsbewertung in
         den Jahrgangsstufen

 

 a)     In der Jahrgangsstufe 1 erfolgt eine verbale
         Leistungsbewertung. Bezugspunkt der Bewertung ist
         dabei der Schüler, seine Leistungsvoraussetzung,
         seine Entwicklung, seine Anstrengungsbereitschaft
         und seine Arbeitsergebnisse selbst.

b)     Die Zensierung setzt in der Klasse 2 ein, wenn nicht
        durch die Klassenkonferenz und Elternversammlung
        eine andere Entscheidung getroffen wird. Es ist eine
        allmähliche Heranführung an die Ziffernbewertung zu
        sichern, um vorzeitige Misserfolge zu vermeiden.

c)     In den Jahrgangsstufen 3 und 4 erfolgt die Bewertung
        unter Berücksichtigung des Leistungsstandes der
        Lerngruppen, der Entwicklung der Schüler und der
        vom Lehrer gesetzten Ziele.

d)     In den Jahrgangsstufen 5 und 6 ist zunehmend die
        Erreichung, der vom Lehrer gesetzten Ziele als
        Maßstab der Leistungsbewertung einzubeziehen und
        dem Schüler deutlich zu machen.

e)     Schriftliche Arbeiten sind Klassenarbeiten und
        Lernzielkontrollen. In den Jahrgangsstufen 3 bis 6 sind
        die Anzahl und Dauer der Arbeiten in der VV 
        Leistungsbewertung festgelegt. Die Minutenangaben
        dienen dem Lehrer als Orientierung. Die schriftlichen
        Arbeiten sind eine Woche vorher anzukündigen und im
        Klassenbuch nachzuweisen. In den Klassen
        sollten nicht mehr als zwei Arbeiten pro Woche
        geschrieben werden.

f)      In den Jahrgangsstufen 2 - 4 gehen die schriftlichen
        Arbeiten mit höchstens 40% und in den Jahrgangs-
        stufen 5 und 6 mit genau 40% in die Leistungs-
        bewertung  ein. Die Ergebnisse der zentrale
        Vergleichsarbeit in Klasse 6 gehen in den Fächern
        Deutsch und Mathematik mit 20% in die schriftliche
        Leistungsbewertung im Schulhalbjahr ein.
 

g)     Die Bewertung mit Noten in den Jahrgangsstufen 2 bis
        6 erfolgt nach folgendem Schlüssel.

 

Note 1

 Note 2 

Note 3

Note 4

Note 5 

Note 6 

bis 96%

bis 80%

bis 60%

bis 45%

bis 16 %

 

 

     Note 1  Die Leistung entspricht den Anforderungen im
                  besonderen Maße
 

     Note 2  Die Leistung entspricht  voll den Anforderungen
 

     Note 3  Die Leistung entspricht  im Allgemeinen den
                 Anforderungen. Es zeigen sich kleinere Mängel
 

     Note 4  Die Leistung entspricht noch den   
                 Anforderungen. Es zeigen sich größere Mängel.

     Note 5  Die Leistung entspricht nicht den
                 Anforderungen. Grundkenntnisse sind noch
                 reaktivierbar
     Note 6  Die Leistung entspricht nicht den Anforderungen


h)     Leistungen der Mitarbeit im Unterricht sind
        angemessen einzubeziehen. Eine gezielte Beobachtung
        des Schülers ist dafür Voraussetzung.
        In regelmäßigen Abständen ist eine Leistungs-
        bewertung im mündlichen Bereich vorzunehmen, um
        die aktive Auseinandersetzung mit dem Unterrichts-
        stoff zu würdigen. Diese Note muss dem Schüler
        verständlich erklärt werden.

  

4.     Umgang mit Ergebnissen der     
        Leistungsbewertung

a)     Verbindliche Klassenarbeiten werden in der Schule bis
        zum Ende des Schuljahres aufbewahrt.

b)     Jede Lehrerin/jeder Lehrer muss jede Art von
        Leistungsbewertung begründen können.

c)     Leistungsnachweise können auf Entscheidung des
        Lehrers nachgeholt bzw. wiederholt werden.

d)     Bei Leistungsverweigerung, groben Täuschungen und
        Unleserlichkeiten entscheidet die Lehrerin/der Lehrer
        unter Berücksichtigung des Alters und der Reife des
        Schülers, ob die Note „ungenügend“ erteilt wird.

e)     Ergebnisse der schriftlichen Arbeiten werden den
        Eltern/Erziehungsberechtigten zur Kenntnisnahme
        übergeben.

f)      Auf Wunsch der Schüler bzw. der Eltern informiert
        jede Lehrerin/jeder Lehrer über den Leistungsstand

 5.    Einbeziehung von Hausaufgaben in die
        Leistungsbewertung

a)     Hausaufgaben ergänzen die Arbeit im Unterricht und
        können bewertet werden.

b)     Hausaufgaben müssen in Qualität und Quantität die
        Leistungsfähigkeit der Schüler berücksichtigen und von
        diesen ohne fremde Hilfe in angemessener Zeit und
        Form gelöst werden können.

c)     Pro Unterrichtstag sollten die Hausaufgaben die Zeiten
        von
        
        Kl. 1 und 2         30 min
        Kl. 3 und 4         45 min
        Kl. 5 und 6         60 min

        nicht überschreiten.

d)     Die Vorbereitung auf den nächsten Unterrichtstag ist
        eine ständige mündliche Hausaufgabe.

 6.    Beschlüsse und weitere Maßnahmen

a)     Die Konferenz der Lehrkräfte und die Schulkonferenz
        beschließt die Grundsätze der Leistungsbewertung

b)     Die Fachkonferenzen überprüfen jeweils zu Beginn des
        Schuljahres ihre Bewertung und Zensierungs-
        beschlüsse und beschließen ihr Konzept.

c)     Die Maßnahmen und Beschlüsse sind mit Eltern in den
        Gremien der Schule zu beraten.
        (Elternversammlung/Elternkonferenz)

  

Königs Wusterhausen, den    07.12.2010 
Konferenz der Lehrkräfte

 

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